Gesellschaft

Politik im bunten Schilderwald

Vor jeder Wahl stechen uns unzählige rote, schwarze, blaue, grüne, sogar pinke Parteiplakate ins Auge.

Mit nahezu perfekten Deutschkenntnissen locken Sprüche wie „Hawedere, Atmosphäre!“ oder „Ich bin Öffi für alles!“. Andere erinnern uns daran, wie tolerant Österreich doch sein kann und werben mit Plakattexten wie „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“. (mehr …)

Für jedes Mädchen und jeden Jungen!

Titelbild: heart kids drawing chalk lizensiert unter  Creative Commons Attribution 4.0 International License.

Am Internationalen Mädchentag möchten wir uns etwas wünschen.

 

Wir wünschen uns, …

dass kein Kind mehr auf die Welt kommen muss, ohne geliebt zu werden.

dass kein Kind mit einer geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung geboren werden muss, nur weil die leibliche Mutter Zigaretten, Alkohol oder Drogen nicht widerstehen konnte.

dass kein Kind schreiend und allein in ein eigenes Zimmer gelegt wird, nur damit es „lernt“ durchzuschlafen.

dass sich kein Kind vor Erwachsenen fürchten muss, sondern zu ihnen aufblicken und sie um Hilfe bitten kann.

dass jedes Kind nachts in Ruhe schlafen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass sich irgendjemand an seinem Körper vergreift.

dass jedes Kind unendlich und bedingungslos geliebt wird, ohne dabei erstickt zu werden.

dass kein Kind erniedrigt oder gedemütigt wird.

dass sich kein Kind für seine Herkunft, Hautfarbe, Kultur oder Religion rechtfertigen oder schämen muss.

dass kein Kind geschlagen wird.

dass kein Kind eine Waffe tragen muss.

dass kein Kind verstümmelt oder zwangsverheiratet wird.

dass kein Kind arbeiten muss.

dass kein Kind mit dem Handy in der Hand im Kreise der eigenen Familie vereinsamen muss.

dass kein Kind im Laufe der Jahre lernen muss, dass das Haben über dem Sein steht.

dass kein Kind in dem Glauben aufwachsen muss, etwas würde nicht mit ihm stimmen, nur weil sein Aussehen und sein Denken von dem der anderen abweichen.

dass kein Kind geboren wird, um das Leben und die Träume der Erwachsenen zu leben, sondern seine eigenen.

 

Wir wünschen uns, …

dass jedes Kind anstelle materieller Dinge mit Liebe und Zeit überhäuft wird.

dass jedes Kind angespornt wird und wachsen kann.

dass jedes Kind träumen darf.

dass jedes Kind zur Schule gehen kann.

dass jedes Kind die Möglichkeit hat, lesen zu lernen.

dass jedes Kind frische Luft atmen und gesundes Essen zu sich nehmen kann.

dass jedes Kind lernt, anderen tolerant, offen und respektvoll zu begegnen.

 

Am Internationalen Mädchentag wünschen wir uns, dass die Menschen endlich lernen, was es bedeutet, Mensch zu sein. Wir möchten schaffen und wachsen – und das miteinander!

WUZ – für jedes Mädchen und jeden Jungen!
Wir sind unsere Zukunft!

Superhero gesucht!

Um Kinder dabei zu unterstützen, zu starken und unabhängigen Persönlichkeiten heranzuwachsen, die mit unseren aktuellen und zukünftigen Problemen umzugehen wissen, braucht es weit mehr, als sie zur Welt zu bringen und dann eines Tages ziehen zu lassen.

Ein Kind benötigt in erster Linie viel Zuwendung, Liebe, Aufmerksamkeit, Zeit und Wärme, um ein Urvertrauen in sich selbst und sein Umfeld entwickeln zu können. Erst wenn es das Gefühl und die Sicherheit hat, aufgehoben zu sein und aufgefangen zu werden, hat es die Freiheit, von Kindesbeinen an zu sich selbst zu finden und die Welt zu erforschen.

Ein Kind benötigt aber auch Vorbilder – Menschen, die andere mit Respekt und Wertschätzung behandeln, und die ihm zeigen, worauf es im Leben ankommt. Es liegt an uns, unsere Kinder auf all die Herausforderungen, vor die sie das Leben stellen wird, vorzubereiten.

Dafür müssen sie lernen, mit Misserfolgen umzugehen und Durchhaltevermögen an den Tag zu legen. Die Grundlage hierfür bilden die Werte, die sie von ihren Eltern vermittelt bekommen. Sind die Gewohnheiten von zuhause einmal angenommen, sind sie kaum mehr abzulegen. Daher ist es die Aufgabe der Eltern, bewusst mit Hindernissen umzugehen. Sie müssen ihren Kindern vorleben, dass es nicht nur eine Lösung gibt, sondern dass viele Wege zum Erfolg führen können.

Es liegt in den Händen der Erwachsenen, den Kindern eine lebenswerte Welt zu bieten, für die es sich zu kämpfen lohnt. Um die Schönheit und Vielfalt unserer Erde zu erhalten, müssen wir jedoch alle aktiv werden. Unsere Kinder können nur dann von uns lernen, wenn wir unsere Werte selbst tatsächlich leben.

Wenn es uns wichtig ist, welche Lebensmittel wir zu uns nehmen, werden auch unsere Kinder ein Gefühl für gesunde Ernährung entwickeln und Spaß daran haben, selbst zu kochen. Sie werden lernen, dass Bewegung keine Anstrengung, sondern ein Ausgleich ist. Sie werden bewusst und wertschätzend mit Tieren umgehen, sich für ihre Umwelt einsetzen und Müll trennen. Sie werden träumen, Visionen haben und große Taten setzen.

Noch haben wir die Chance, unsere Zukunft zu verbessern, und zwar indem wir uns um unsere Kinder bemühen und uns für sie einsetzen.

Wir warten nicht auf Spiderman und Co., wir schaffen uns unsere Heldinnen und Helden der Zukunft einfach selbst.

Eines Tages …

Eines Tages,
wenn nicht heute, vielleicht bald,
wird geschehen völlig Arges
mit Wiesen, Feldern, Wald.

Man wird sehen ein Bild,
ganz und gar verworren,
keine Tiere, Haustier oder Wild,
und Pflanzen, die verdorren.

Die Welt, wie wir sie kennen,
wird zugrunde gehen.
Bäume werden brennen,
bis keiner wird mehr stehen.

Zukünftige Menschen werden flehen,
während sie aufs Ende warten.
Könnten wir nur machen ungeschehen
unserer Vorgänger schlechte Taten.

Smog wird ziehen über Stadt und Land,
den Himmel wird man nicht mehr sehen
an den Städten Rand,
wo die größten Hallen stehen.

Die Älteren sehnen sich nach früherer Zeit,
die Jungen kennen nur dies fade Licht.
Es geht sogar so weit,
sie kennen auch die Sterne nicht.

Die Eltern erzählen ihren Kindern,
was es früher alles gab.
Von Pferden, Schweinen, Rindern,
die verrotten nun im Grab.

Das Essen ging schon lange aus,
Kannibalismus bräucht’s zum Überleben.
Die Menschheit, so ein Graus,
wird’s bald nicht mehr geben.

Ist der letzte Mensch gestorben,
stehen die Fabriken still.
Das Land ist schon lang verdorben,
doch die Erde leben will.

Lange wird es dauern,
doch es wird geschehen.
Der Menschen Körper, sie versauern,
neues Leben wird daraus entstehen.

Eines Tages,
wenn nicht heute, vielleicht bald,
wird der Mensch Geschichte sein.
Geschehen wird dann völlig Arges,
entstehen werden Wiesen, Felder, Wald.

Die Erde wäscht sich rein.